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Kristina Vogel: Biografie

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2009 wurde Kristina schwer verletzt, als sie beim Fahrradtraining nahe ihrem Wohnort mit einem Minibus zusammenprallte. 
Sie brach sich die Brustwirbelsäule sowie Knochen in Wange und Händen, erlitt tiefe Schnitte im Gesicht und verlor sechs Zähne.  

Als sie im künstlich induzierten Koma lag, weder sprechen noch atmen konnte und mehreren Monaten Rehabilitation und Operationen entgegensah, schien ihre Traum vom Fahrradfahren vollkommen zerstört. Doch Kristina selbst gab die Hoffnung nie auf. Nur ein Jahr später startete sie wieder bei den Weltmeisterschaften. Im weiteren Verlauf ihrer Karriere gewann sie zwei Olympische Goldmedaillen und stellte mehrere Weltrekorde auf.

“Wenn du deinem Körper sagst “Du schaffst das, du kämpfst weiter”, wird sich das durch jede Sehne deines Körpers ziehen, und du wirst es schaffen.”

Kristina war ein sportliches Kind und entschied sich mit zehn Jahren für das Bahnradfahren. Innerhalb von sechs Jahren schaffte sie es zur deutschen Meisterin im Sprint und im 500m Zeitfahren. „Damals bei der Deutschen Meisterschaft 2005 habe ich entdeckt, dass Medaillen gewinnen ziemlich Spaß macht“, erinnert sie sich. „Dadurch habe ich einen ganz neuen Ehrgeiz entwickelt “.



2007 und 2008 waren, in ihren eigenen Worten, die erfolgreichsten Jahre ihrer gesamten Karriere. Sie wurde sechs Mal Juniorenweltmeisterin und zwei Mal Junioreneuropameisterin. „Das waren zwei Jahre, die mich wirklich sehr geprägt haben und die den Grundstein für alles gelegt haben, was danach kam“, schrieb sie auf ihrer Website.

“Meine Mutter hat mir immer gesagt, dass das Leben uns gerne heraufordert, um zu sehen, ob unsere Träume es wert sind, für sie zu kämpfen”.

2009 nahm ihr beim Radtraining nahe ihres Wohnortes ein Minibus die Vorfahrt und prallte mit ihr zusammen. „Ich konnte nicht schnell genug reagieren und schmetterte durch die Heckscheibe.“ Sie brach sich die Brustwirbelsäule sowie Knochen in Wange und den Händen, erlitt tiefe Schnittwunden im Gesicht und verlor 6 sechs Zähne. „Jeder hat Höhen und Tiefen, die er durchmachen muss,“, sagt sie. „Diese Erfahrung war besonders schwierig und ich habe noch meine Narben und dritten Zähne als Beweis dafür“.



Sie wachte aus einem künstlich induziertem Koma im Krankenhaus auf, wo sie weitere vier Wochen verbrachte, gefolgt von drei Monaten Rehabilitation. „Ich konnte damals nicht sprechen,“ erinnert sie sich, „also schrieb ich auf ein Blatt Papier, dass mein Ziel es wäre, an der Weltmeisterschaft im darauffolgenden März teilzunehmen. Das war meine Motivation und Herausforderung.“

“Ich kann es nicht leiden, zu Hause zu sitzen, die Ergebnisse zu lesen und zu sehen, dass jemand anderes gewonnen hat. Das macht mich wirklich sauer“

Im folgenden Jahr nahm sie an der Weltmeisterschaft 2010 teil und wurde Fünfte im Einzelsprint. In ihren eigenen Worten war es „das beste Ergebnis seit der Deutschen Meisterschaft 2001.“ Sie erreichte zudem den sechsten Platz im Teamsprint gemeinsam mit ihrer Mannschaftskameradin Miriam Welte. In den nächsten zwei Jahren wurden Miriam und sie stärker und stärker, und bereiteten sich intensiv auf die Olympischen Spiele 2012 in London vor.

 “Ich habe die Olympischen Spiele nicht gewonnen, weil ich die schnellsten Beine habe... du gewinnst nur  wenn es auch im Kopf stimmt“

Zwischen den Spielen konnte sich Kristina den Weltmeistertitel im Teamsprint, im Sprint und Keirin erkämpfen. Und bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 gewann sie die Goldmedaille im Einzelsprint, und Bronze gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Miriam Welte. Ihr Wunsch war: „Wenn ich einmal aufhöre, will ich die beste Radsportlerin aller Zeiten sein.“ Obwohl sie beinahe ihr Leben verloren hätte und mit ihrem Körper und Geist kämpfen musste, um wieder in Form zu kommen, ist sie nun auf dem besten Weg, ihren Traum zu erreichen. 



Sportliche Erfolge:

  • 1x Gold Sprint Olympische Spiele Rio 2016
  • 1x Bronze Teamsprint Olympische Spiele Rio 2016
  • 1x Gold Teamsprint Olympische Spiele London 2012 
  • 2x Weltmeisterin Sprint
  • 2x Weltmeisterin Keirin
  • 3x Weltmeisterin Teamsprint 
  • 3x World Cup Champion Sprint
  • 2x World Cup Champion Teamsprint
  • 3x World Cup Champion Keirin
  • 2x World Cup Champion Cali Sprint
  • 1. Platz World Cup Cali Keirin 2015
  • 1. Platz World Cup Cali Teamsprint 2011
  • Europameisterin Keirin 2014
  • Europameisterin Sprint 2013
  • 4x Deutsche Meisterin Teamsprint
  • 6x Deutsche Meisterin Sprint
  • 3x Deutsche Meisterin Keirin
  • 2x Deutsche Meisterin 500m

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